Ich musste nie weit reisen. Nie weit fahren. Alle Abenteuer, als Schauplätze und jede spannende Geschichte fanden hinter dem Haus meiner Eltern statt. Auf den Ackerflächen und Wiesen. In den Büschen und Wäldern. An der großen Kieskuhle, vor der meine Eltern mich stets warnten, weil sie gefährlich sei und ich darin ertrinken könne. Meistens war ich alleine unterwegs. Manchmal mit unserem Hund, den ich eigentlich nie mitnehmen durfte, weil er manchmal nicht ganz ungefährlich war. Weil er manchmal biss. Die Anderen. Nie mich. Doch es ging immer gut und nie hatte jemand etwas gemerkt.

Am liebsten war ich am Wasser. An der Lahe. Am Ableiter. An den kleinen Gräben, die sich dreckig und schmutzig wie gerade Linien durch die Äcker und Felder zogen. Manchmal sah ich Rehe, manchmal Füchse. Manchmal kreuzten Bisamratten meinen Weg. Nicht selten sah ich große Vögel die wachsam am Himmel ihre Kreise zogen. Und all das, alles, was ich sah, war immer Heimat. Der Ort, an dem mein Herz zu Hause war. Wir waren nie im Urlaub, nie weit in der Ferne. Wir waren immer hier. In unserem kleinen Ort, in unserer kleinen Straße.

Eine Reise durch die Heimat

Die Jahre sind ins Land gezogen. Die Äcker und Felder hinter dem Haus meiner Eltern wurden schon viele Male neu bestellt. Mittlerweile bin ich selbst Vater. Und mit jedem neuen Geburtstag merke ich, wie die Zeit an Tempo gewinnt. Die kleinen Hefte mit den Geschichten von damals sind verschwunden. Verloren im Raum der Zeit und im Strudel von jugendlichem Desinteresse. Schade irgendwie, doch leider nicht änderbar. Aber immer noch ist da das Gefühl von Heimat in meinem Herzen, die Sehnsucht nach dem, was man kennt und liebt. Der Horizont, das flache Land, Wälder, Wiesen, kleine Gräben zwischen großen Grasflächen. Kühe, die wiederkäuend auf der Weide stehen. Schafe, die neugierig gucken. Flüsse, Bäche und das Meer. Mich kann die Weite nicht reizen, wenn ich nicht weiß, welche Abenteuer vor meiner Haustür warten.

Palmen interessieren mich nicht sonderlich. Die Südsee ist mir wahrscheinlich zu heiß. Ich mag die Hitze nicht. Selbst dann nicht, wenn sie sich anders anfühlt. Ich mag die Nordsee, die Ostsee und die Geschichten, die mit ihnen verbunden sind. Ich mag Menschen, die plattdeutsch sprechen und die Traditionen, die mich schon in Kindheitstagen begleitet haben. Ich mag boßeln, Grünkohl und heißen Tee. Ich mag Leuchttürme und Fischkutter. Ich mag es, über weite Flächen zu blicken und der Anblick von Traktoren, die Güllefässer übers Land ziehen, stört mich auch nicht. Ich mag Norddeutschland und alles, was dazu gehört. Nur kann ich nicht viel darüber erzählen, wenn ich vieles noch nicht gesehen habe.

Denke ich heute an früher, vermisse ich meine Abenteuer. Nicht die erdachten Geschichten, sondern die Möglichkeit, Neues zu entdecken. Und deswegen starte ich mein neues Abenteuer. Abenteuer Norddeutschland. Eine Reise durch die Heimat. Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, dann solltest Du einfach mal hier schauen: Abenteuer Norddeutschland.