Ich frage mich, ob es der Nebel ist oder doch der Staub der Sahara, der die Welt in ein so seltsames Licht legt. Undurchsichtig. Verschwommen. Nicht wirklich klar. Ich steige weiter in die Luft. Höher und höher. Soweit ich kann. Und darf. Dann halte ich einen Augenblick lange inne, orientiere mich und sehe in der Ferne mein Heimatdorf. Aus hundert Metern Höhe.


Die altehrwürdige St. Vitus Kirche. Der Friedhof. Das Seniorenheim. Die Schule. Die Dreifaltigkeitskirche. Und mit ein wenig Phantasie, kann ich unser Haus entdecken. Von hier oben. Es sieht alles so klein aus. So übersichtlich und doch so wunderschön. Eigentlich. Ja eigentlich bin ich eher erdverbunden. Jedenfalls sage ich das immer. Das hört sich schöner an, als zu sagen, dass man Höhenangst hat. Doch wenn ich mir das so anschaue, von hier oben, dann frage ich mich manchmal: Warum eigentlich?