Josis Taufe

Aus dem kleinen, griechischen Restaurant, das direkt am Marktplatz liegt, strömt der Geruch guten Essens direkt in meine Nase. Es ist warm. Nicht so heiß, wie in den letzten Tagen. Und vor dem Gebäude sitzen Menschen auf den Stühlen und schauen uns an. Schick, festlich gekleidet und gutgelaunt, spazieren wir zur Kirche. Die Kinder lachen, springen und freuen sich. Die Eltern der kleinen Josi sind ein wenig angespannt. Eine Spur nervös, denn ihre kleine Tochter, Josefine, die wir alle nur liebevoll Josi nennen, wird heute getauft. Ein großer Tag für meine kleine Nichte.

Ostern 2018 Ein Fest der Familie

Schon am Samstag war das Osternest fix und fertig. Mit etwas Straßenkreide zog unserer Ältester kleine Pfeile auf die Pflasterung. Für den Osterhasen. Damit er das Nest nicht lange suchen muss. Und er war aufgeregt. Genau wie sein kleiner Bruder. Aufgeregt und voller Vorfreude. Ostern. Der Osterhase. Das Osterfest. Von der Kreuzigung, dem Tod und der Auferstehung haben wir ihnen nichts erzählt. Ist, glaube ich, besser so.

Natürlich war am nächsten Morgen nicht an Schlaf zu denken. Und ich glaube, es ist egal, wann man die Kinder am Vorabend zu Bett bringt. Sie wachen einfach zur gleichen Zeit auf. Vor dem Hahn, der auf dem Mist kräht und ganz bestimmt bevor die ersten Sonnenstrahlen den noch kalten Boden berühren. Egal. Als Eltern hat man sich irgendwann darauf eingestellt, immer mit dem Wissen, dass die Zeiten sich irgendwann wieder ändern und man die Kinder, die dann keine mehr sind, wecken muss. Man war ja selbst mal jung. Damals. Vor Zeiten.

Ostern. Sonntagmorgen. Der Osterhase war da.

Für uns ist, genau wie Weihnachten, Ostern ein Familienfest. Wir verbringen Zeit mit der Familie. Allerdings ist an Ostern irgendwie alles etwas entspannter. Vielleicht liegt es am Frühling, der leise an die Türen klopft. Vielleicht an der Erwartungshaltung, die an Ostern einfach irgendwie nicht existent ist. Keine Ahnung. Spielt auch keine Rolle. Hauptsache, es ist schön.

Und das war es. Am Sonntag. Am Montag. Und überhaupt. Die ganze Zeit. Die Jungs hatten ihre helle Freude, es gab wunderbares Essen, leckere Getränke, tolle Gespräche. Zeit mit den eigenen Geschwistern, während die Kinder mit den Nichten und Neffen spielten. Das Wetter spielte mit, so dass man auch Zeit im Freien verbringen konnte. Alles in allem: Ein sehr gutes Osterfest.

Familienleben

Familienleben. Eine neue Kategorie hier auf dem Blog. Denn ich dachte mir, vielleicht wäre es ganz interessant, neben dem Beruf auch hin und wieder über das Miteinander in unserem kleinen Mikrokosmos zu berichten. Das der erste Artikel dann gleich mit Geschichten über Kotze und Übelkeit beginnen muss, war so eigentlich nicht geplant. Ich hätte auch ja nicht drüberschreiben müssen, aber fakt ist, es gehört nun Mal zum Familienleben. Und gibt es Eltern, die noch nie die Kotze ihrer Kinder weggewischt haben? Ich glaube nicht.

Hier liegen alle flach. Kind eins. Kind zwei. Mama. Und der Hund. Der liegt sowieso die meiste Zeit im Körbchen. Es sei denn, es geht raus. Im Gegensatz zu Kindern und Mutter ist er gesund. Genau wie der Papa. Der kann sich aber nicht hinlegen. Zwischen Fotos bearbeiten und Film schneiden, wird er immer mal wieder gerufen. Wärmeflasche vorbereiten, Körnerkissen aufheizen, Fußboden wischen. Kurz mal gucken, ob jemand Fieber hat. Und dann fängt es draußen auch noch an zu hageln. Irgendwas ist immer.

Wäschewaschen

Vor der Waschmaschine türmen sich die Wäscheberge. Alle von diesem, einen Tag. Denn manchmal ging einfach etwas daneben. Manchmal war jemand nicht schnell genug. Und manchmal ist es einfach auch schöner, etwas anzuziehen, dass frisch, sauber und gesund ist. Etwas, das nicht nach… Ach, lassen wir das.

Zum Glück habe ich meinen Zivildienst beim Caritas Verein in Altenoythe absolviert. In einem Wohnheim für Menschen mit Assistenzbedarf. Die Assistenz bestand dann hin und wieder auch darin, Wäsche zu waschen. Für die Bewohner. Einfach, weil die es selbst nicht konnten. Zu dem Zeitpunkt. Heute mag das anders sein. Keine Ahnung. Aber – und das ist der springende Punkt – ich habe es gelernt. Die verschiedenen Programme, die Zusammensetzung von Waschmittel und Weichspüler. Naja. Gut. Ich habe keine Ahnung. Einfach rein. Programm „Für Männer Dumme“ wählen und ab. Läuft schon. Ob es gut wird? Hoffen wir mal. Ansonsten unterstützen wir ein Stück die Modeindustrie.

Eigentlich ist, dass das Schöne an der Selbstständigkeit. Man kein einspringen, helfen und da sein. Man kann seine Arbeit liegen lassen und sich um die Familie kümmern. Man kann kleine Händchen halten oder große, Wärmflaschen fertigmachen und alles aufräumen, wenn alle schlafen. Und genau das ist jetzt der Fall. Alle schlafen. Ruhig, friedlich, still. Bis wieder einer kotzt.

Und ich? Ich denke, ich dürfte wohl mal etwas essen. Denn so langsam schleicht sich Hunger ein. Mir ist schon ganz übel. Übel vor Hunger. Naja. Hoffen wir mal, dass es Hunger ist.