Einen Tag lang habe ich Martin Schumacher von der Firma Schumacher Systemtechnik begleitet. Einen Tag lang, haben wir uns verschiedene Baustellen angesehen. Wir waren in Einfamilienhäusern, neuen Industriehallen, alten Schulgebäuden und im Oldenburger Staatstheater. Ganz oben. Über der Bühne. Über dem Vorhang. 18 Meter hoch. Dort, wo vieles zusammenläuft und nichts wirklich passiert. Es war interessant und abwechslungsreich. Und es hat Spaß gemacht. Den ganzen Tag.

Den ganzen Tag hatte ich übrigens auch meine Kamera im Anschlag. Ich habe überall gefilmt. Ich habe Mitarbeiter befragt, Dinge hinterfragt und bin – vielleicht – dem ein oder anderen manchmal ein wenig auf die Nerven gegangen. Aber es war notwendig, denn aus dem Material dieses Tages, habe ich einen Film zum Beruf des Elektronikers im Fachbereich Energie- und Gebäudetechnik gedreht.

Fakt ist, er ist sicherlich nicht perfekt geworden. Aber er ist fertig und er erzählt eine Geschichte. Ich bin stolz auf diesen Film. Gerade verarbeitet mein Rechner die Daten. In wenigen Minuten ist der Film fertig. Dann werde ich ihn hochladen und Martin zum Anschauen zuschicken. Ich denke, dass er am Sonntag auf Zwischenzeiten.com online gehen wird. Zur besten Sendezeit – wenn es das im Internet überhaupt gibt.

Doch etwas ganz anderes ist mir gerade viel wichtiger. Weil ich es vergessen habe. In den letzten Wochen passierte es mir wieder, dass ich nie wirklich zufrieden war, weil mir nichts gut genug erschien. Und das Problem, dass darauffolgt: Man schafft nichts und nichts wird wirklich fertig. Irgendwie bin ich irgendwo über diesen Spruch gestolpert: Done is better than perfect. Und in diesem ist so viel Wahrheit. Ich hatte es nur vergessen. Ganz einfach.