Ich war mir nicht sicher. Also rief ich kurzerhand den Architekten an, mit dem ich mich verabredetet hatte. Den Straßennamen hatte ich mir richtig notiert. Und es dauerte eine Weile, bis ich erkannte, dass ich meinem Navigationssystem die Stadt Oldenburg, Oldenburg sagen musste. Eigentlich sitzt der Fehler meistens vor dem Gerät.

Die Fahrt nach Oldenburg ging ich locker an. Es war nebelig. Dichter Nebel lag über der B401. Doch das hinderte einige nicht, wie die letzten Henker zu fahren. Zugegeben. Zwischenzeitlich hatte ich echt Schiss, dass das meine letzte Fahrt sein könnte. Überholmanöver ohne Licht. Im Nebel. Auf einer vielbefahrenen Straße. Darf man hier von geistiger Behinderung sprechen, oder ist das nicht politisch korrekt? Ich frag ja nur.

Parkplätze und Oldenburg

Ich bin ein Landei. Hier auf dem Dorf fühle ich mich wohl. Und sicher. Hier kenne ich mich aus und wenn ich irgendwo parken möchte, ist das kein Thema. Im Grunde genommen, kann man sich hier überall mal kurz hinstellen. Interessiert keine Sau. In Oldenburg ist das anders. Großstadt. Viele Autos. Viel Verkehr. Und wer schon mal in der Nähe des evangelischen Krankenhauses war, der weiß was ich meine. Man könnte die Autos stapeln, wenn man könnte. Kann man aber nicht. Nach einer guten viertel Stunde, vielleicht nach zwanzig Minuten, fand ich endlich einen Parkplatz.

Das Auto, das die Parklücke vor meinem Wagen belegte, fuhr gerade los. Kurz nachdem ich angekommen war. Ich stieg aus, holte meine Tasche aus dem Kofferraum und wollte gerade losgehen. Da kam ein roter Kleinwagen angeschossen und bretterte in die Parklücke. Allerdings viel zu weit. Das Auto stand mit den Vorderreifen schon wieder halb auf dem Bürgersteig. Dann stieg eine ältere Dame aus. Eine wesentlich ältere Dame. Und sie bat mich um einen Gefallen. Ich will gar nicht weiter drüber nachdenken.

Nach meinem Ausflug in die Oldenburger Innenstadt zog es mich zurück aufs Land. Und da der Nebel so herrlich über den Feldern lag, dachte ich mir, ein kurzer Zwischenstopp ans Bad Zwischenahner Meer wäre doch herrlich. Zum Glück hatte ich meine Kamera dabei.

https://youtu.be/SfCL13A-MOk?rel=0&vq=hd1080

Zuhause. Bohrer fehlt, Kinder krank, Hund nervös.

Mit dem Januar habe ich ja bereits abgeschlossen. Nicht mein Monat. Voll und ganz nicht. Ehrlich. Wir, also der Januar und ich, werden keine Freunde mehr. Und dass er so richtig dreckig und gemein war, wollte er mir heute noch mal zeigen. Wobei – Der Januar ist eigentlich nur ein Januar. Der kann da im Grunde genommen auch nicht für. Egal. Ich wollte ein Loch in eine Tischplatte bohren. Fragt nicht. Erzähl ich später mal. Aber – meine Holzbohrer sind alle verschwunden. Weg. Verloren. Verschwunden.

Unsere Kinder sind gesundheitlich angeschlagen. Sie sind krank. Und ansteckend. Ich bin jetzt mal gespannt, was die Tage noch so kommt. Fieber? Kopfschmerzen? Erkältung? Ausschlag? Herzinfarkt? Keine Ahnung. Wir werden sehen.

Aber auch Andor war heute sehr nervös. Aufgeregt lief er ständig neben mir her. Auch nach dem Spaziergang wurde er nicht wirklich ruhig. Er stand hier, stand da und schaute mich permanent an. Die ganze Zeit.

Die Vorbesprechung aus dem Video habe ich verschoben. Ich möchte niemanden anstecken und am Ende dafür verantwortlich sein, dass jemand krank auf dem Sofa liegt. Selbst bei dem Wetter nicht. Eigentlich hätte ich das Video auch weiterdrehen wollen. Aber selbst das hat nicht funktioniert. Aber egal. Machen wir einen Haken dran. An diesen Freitag. An diesen Monat. An diese Woche. Nächste Woche wird besser. Ganz sicher.
Schlechter geht ja auch nicht.

(Kleiner Scherz. Mir geht’s immer noch sehr, sehr gut. Das darf man nicht vergessen.)