Brot backen
Brot backen

Neulich traf ich einen Bekannten. Aus früheren Tagen. Dieser hatte längere Zeit im Ausland gelebt. Nun allerdings ist er aus familiären und beruflichen Gründen zurück in der Heimat. Als ich wissen wollte, was er in den letzten Jahren am meisten vermisst hat, war seine Antwort klar und deutlich. Brot. Großartig überlegen musste er nicht.  

Zugegeben. Brot backen gehört nun wahrlich nicht zu meinen täglichen Aufgaben. Und ganz bestimmt würde ich mich selbst niemals als leidenschaftlichen Bäcker bezeichnen. Doch manchmal überkommt es mich einfach und ich bekomme wirklich große Lust auf so frisches Brot, dass ich einfach keine Wahl habe: Ich muss selbst Brot backen.

Als im letzten Jahr sämtliche Hochzeiten wegfielen, hatte ich an den Wochenenden plötzlich mehr Zeit. So kam es, dass ich mich immer mal wieder in der Küche versucht und verschiedene Rezepte ausprobiert habe. Einiges war ziemlich lecker. Anderes – okay, sprechen wir nicht drüber. Nur soviel: Beschissen, wäre noch geprahlt gewesen. Aber nur durch unsere Fehler lernen und nur durch das Scheitern wachsen wir. Alles im grünen Bereich.      

Das Rezept zum Brot backen

Nun gut. Ich bin ein Freund von gutem Brot. Und am liebsten mag ich es, wenn es noch richtig warm ist. Wenn es noch dampft, weil es gerade aus dem Ofen kommt. Also richtig frisch gebacken. Dann esse ich es einfach so. Ohne Butter. Ohne Margarine. Ohne Aufstrich. Einfach nur das pure, dampfende Brot. Ein Genuss wahrlicher Natur.  

Brot backen

Was Du brauchst, um dieses Brot zu backen:

MENGEZUTAT
600 g Weizenmehl Typ 550 (Vollkornmehl hab ich probiert. Schmeckt echt nicht.)
1/2 Pck.  Frischhefe (oder 1. Packung Trockenhefe)
250 ml lauwarmes Wasser
4 EL Olivenöl
4 EL Joghurt (Tipp: Ich nehme griechischen Naturjoghurt.)
1 TL Zucker
1 ½ TL Salz

Los geht es.
Zunächst verrühre ich für den Teig das lauwarme Wasser ordentlich mit der Hefe. So lange, bis sich die Hefe schön aufgelöst hat. Wenn dem so ist, lasse ich das Gemisch für gute fünf Minuten einfach stehen. 

Während dieser fünf Minuten gebe ich das Mehl, das Olivenöl, den Joghurt, den Zucker und das Salz in eine Schüssel. Sobald die fünf Minuten wirklich um sind, gebe ich auch das Wasser/Hefe Gemisch hinzu und verknete den Teig gute 8 Minuten lang. So lange, bis er schön geschmeidig ist.

Nun muss der Teig noch gehen. Eine gute Stunde. Dafür fette ich eine Schüssel mit Öl aus und lege den Teig dort hinein. Auch die Oberfläche des Teigs benetze ich mit Öl. Anschließend decke ich ihn mit einem Tuch ab und beachte ihn die vorhin erwähnten 60 Minuten nicht. Ob das mit dem Tuch wirklich sein muss, weiß ich gar nicht. Aber es sieht cooler aus. 

Eine Stunde. Zeit, die vollkommen ausreicht, um die Küche aufzuräumen, einen guten Artikel in einer interessanten Zeitschrift zu lesen, Kaffee zu trinken und vielleicht ein paar YouTube-Videos zu schauen. Oder man macht etwas vollkommen anderes. Hauptsache, man lässt den Teig in Ruhe.  

Wenn beim Brot backen der Teig fertig ist.

Die Eieruhr klingelt. 60 Minuten sind rum. Der Teig hat geruht und ist amtlich gegangen. Nun ist es an der Zeit, in endlich zu verarbeiten. Ich persönlich schneide den Teig gerne in vier gleich große Teile. Jedes Teil wird anschließend von mir zu einer Kugel geformt. Diese vier Kugeln lege ich auf ein Backblech und hau sie etwas flach. Nicht zu viel. Nur ein wenig. 

Um die schöne bräunliche Färbung zu erzielen, bestreiche ich die „Brötchen“ gerne mit etwas Ei. Dieses gebe ich in eine Tasse und verrühre es. Für Menschen, die vegan leben ist das natürlich jetzt nicht geeignet. Leider habe ich da aktuell auch keine Ersatzmöglichkeit im Oberstübchen. Allerdings schmecken die Brötchen auch ohne diesen Bestrich sehr gut. 

Den Ofen habe ich bereits auf 200 Grad vorgeheizt. Ober- Unterhitze. Anfangs hab ich geglaubt, dass das nicht von Nöten wäre. Aber tatsächlich ist es doch so. Jedes Mal, wenn ich es nicht tat, waren die „Brötchen“ von innen noch relativ feucht und unappetitlich. Vielleicht ist aber auch mein Ofen Mist. Ich weiß es nicht. Egal. 15 Minuten in den heißen Schacht, dann sollte das Brot fertig sein.  

Ganz einfach Brot backen

Weder Koch noch Bäcker und warum Brot backen 2021 echt Spaß macht.

Ein hauptberuflicher Koch wird aus mir sicherlich nie. Ebenso wenig Bäcker mit eigener Bäckerei. Ich arbeite als Fotograf, schreibe Texte und drehe Videos. Das ist, was mir wirklich Spaß macht und womit ich meinen Tag ausfüllen möchte. Nichtsdestotrotz habe ich in den letzten Monaten gemerkt, dass mir das Backen und das Kochen in gewisser Weise (hin und wieder) Freude macht. Und so könnte ich mir gut vorstellen, hier immer mal wieder das ein oder andere, erprobte Rezept zu veröffentlichen. 

Wenn ich übrigens eine Prognose auf 2021 stellen darf, glaube ich, dass wir auch in den kommenden Monaten noch mit Einschränkungen leben müssen. Zuhause sein, Zuhause bleiben und das Beste aus der Zeit machen, wird daher ein wichtiger Faktor für das Wohlbefinden sein. Jedenfalls für meins. Und Brot backen, kochen, grillen, allgemein gutes Essen steigert nun mal mein Wohlbefinden und wird dementsprechend hier sicherlich des Öfteren ein Thema werden. 

Natürlich werde ich nicht jedes Mal ein Brot backen. Vielleicht koche ich mal indisches Curry, probiere mich an einem deftigen Erbseneintopf oder zaubere etwas auf, für das ich noch nicht mal einen Namen haben. Wer weiß das schon? Wenn Du aber nichts verpassen und ständig informiert sein möchtest, dann folge mir doch auf Instagram und/oder Facebook. Dort teile ich jede aktuelle Neuigkeit und Du bist stets top informiert. Ich auf jeden Fall würde mich darüber wirklich freuen. 

P.S.: Ich habe dieses Rezept natürlich nicht selbst erdacht, sondern es irgendwann mal selbst bekommen. Ob dieses Brot einen besonderen Namen hat? Keine Ahnung!