Man kann mit dem Leben mehr anfangen, “als es nur immer schneller zu leben.

Der erste Kaffee. Das erste Telefonat. Ein Blick auf die Uhr, aus dem Fenster, nur um festzustellen, dass es schon dunkel geworden ist. Während ich mich frage, was genau passiert ist, flattert die Post ins Haus, die mich daran erinnert, dass das Jahr sich dem Ende neigt. Früher lachte ich über Menschen, die mir sagten, dass die Jahre mit dem Alter immer kürzer werden. Heute erzähle ich es anderen, weil ich weiß, dass es stimmt.

Vielleicht sollten wir manchmal einfach einen Augenblick lang innehalten. Stillstehen. Die Welt, die sich um uns herum immer schneller dreht, ganz bewusst wahrnehmen. Das Rauschen der Bäume. Den Gesang der Vögel. Jenen Klang, denn das Wasser erzeugt, wenn es frisch und klar ins Glas fällt. Vielleicht sollten wir uns die Zeit nehmen, um mit unseren Kindern zu spielen. Vielleicht gerade dann, wenn wir glauben, dass wir dafür eigentlich keine Zeit haben. Denn eigentlich ist es ja so, dass wir keine Zeit haben, es nicht zu tun.

Die Zeit. Sie rennt nur so dahin. Sie fliegt. Und mit ihr die Stunden, die Tage, die Wochen. Ehe man es sich versieht, werden aus kleinen Jungen große Männer, aus jungen Mädchen erwachsene Frauen. Und dann, am Ende, bereut man vielleicht die Dinge, die man nicht getan hat, weil man glaubte, einem fehle die Zeit. Vielleicht erkennt man dann, dass man die Zeit eigentlich nie besessen hat und sie wie Sand durch die eigenen Finger rinnt.

Ein weiser Mann* hat einmal gesagt:
„Man kann mit dem Leben mehr anfangen, als es immer nur schnell zu leben.“
Und ich glaube, er hatte recht…

*Mahatma Ghandi