Neujahrskuchen
Neujahrskuchen

Neujahrskuchen. Eine norddeutsche Spezialität. Wahrscheinlich sogar typisch ostfriesisch. Und mit heißem Tee und leckerer Schlagsahne sind sie ein Gedicht. Manchmal frage ich mich, ob die Neujahrskuchen mittlerweile im ganzen Land bekannt sind. So, wie das Wort „Moin“. Oder sind sie immer noch ein regionaler Geheimtipp? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass Neujahrskuchen für mich das Symbolbild des Jahreswechsels sind. Einfach, weil es sich nur dann gibt. Jedenfalls hier.  

Meine Mutter hat früher immer Neujahrskuchen gebacken. Immer zum Jahresende. Oft saß sie dann, zusammen mit meiner Großmutter in der Küche. Die eine hat gebacken, während die andere gerollt hat. Mit zwei Waffeleisen und jede Menge Teig haben die beiden einige Stunden damit verbracht, das leckere Gebäck zu fertigen. Verstaut wurden sie dann meist in großen Dosen, die dann – für uns Kinder unerreichbar – auf dem Schrank gelagert wurden. Und wenn es sie dann gab, war es immer ganz besonders. Oh. Eine wirklich schöne Erinnerung, an längst vergangene Tage.

Neujahrskuchen zum Jahreswechsel

Heute ist der zweite Tag des neuen Jahres. 2021. Es duftet nach heißem Tee. Auf dem Tisch liegen Neujahrskuchen, die schon mit Sahne gefüllt sind. Neben dem Teller liegt ein kleiner Notizblock. Und während ich gleich ganz in Ruhe meine Tasse Tee trinken und dabei ganz genüsslich den Kuchen verzehren werde, mache ich mir ein paar Notizen. Ideen. Nichts besonders. Ehrlich gesagt, ich starte total entspannt in das neue Jahr, die kommende Woche. Ich möchte ganz ruhig ankommen. Die Welt an sich ist schon wieder schnell genug.

Dieses Jahr möchte ich weniger planen. Und mehr machen. Doch so ganz ohne Plan, geht es eben nicht. Am 15. Januar (glaube ich) geht mein Online-Magazin voll.nordisch wieder online. In den letzten Wochen habe ich intensiv daran gearbeitet und bin schon ganz gespannt, wie es ankommen wird. Die Beiträge, die früher dort zu finden waren, sind übrigens nicht verschwunden. Jeder der möchte, kann sie immer noch abrufen. Die neuen Beiträge werden typisch norddeutsch sein. Aber eben nicht so typisch, wie es vielleicht den Anschein haben könnte. Denn es wird nicht nur um die Nordsee, Leuchttürme oder Fischbrötchen gehen. Einfach, weil ich überzeugt davon bin, dass der Norden mehr ist als das.

Ich freue mich drauf. Und ich bin motiviert. Vielleicht ist das so eine typische Jahresanfangssache. Könnte man meinen. Aber tatsächlich ist es schon länger so und ich habe, seit geraumer Zeit, so einige Ideen und Vorstellungen. Nun ist es an der Zeit, sie einfach umzusetzen. Okay. Nicht heute.

Ganz ruhig…

Heute lasse ich den Tag ausklingen. Den Tee genießen. Die Neujahrskuchen auch. Anschließend sollte ich einen großen Spaziergang machen, um die Sünden wieder auszugleichen. Mal schauen. Tatsächlich gehe ich gerne spazieren. Am liebsten an den Rändern der Wiesen und Felder. Jetzt im Winter ist das ja problemlos möglich. Vielleicht ein Grund, warum ich diese Jahreszeit so gerne mag. Später, wenn die Saat im Boden und das Gras für die Tiere wieder wächst, lasse ich das.

Und die kommenden Tage werde ich nutzen, um immer mal wieder nach tollen Motiven, Plätzen und Begebenheiten Ausschau zu halten, die ich fotografisch festhalten möchte. Außerdem bringe ich meine Foto- und Filmausrüstung auf Vordermann, damit es ab dem 10. Januar wieder richtig losgehen kann. Denn ich möchte meinem Shop ausbauen und meine Social-Media-Kanäle etwas mehr bespielen. Geplant hab ich noch nichts. Ich werde es aber einfach machen. Weil ich Bock drauf hab. Genau wie auf das kommende Jahr und die Neujahrskuchen, die vor mir liegen. Und wenn ich sie nicht gleich esse, dann wird das mit der Sahne eher unschön.