Wir haben keinen Plan. Kein Vorhaben. Keine Termine. Nirgends herrscht Druck und wir entscheiden uns dazu, es gemütlich sein zu lassen. Entspannt. Locker. Ohne Hektik und Stress. Die ersten Stunden im Schlafanzug. Fernsehen am Nachmittag. Einem guten Buch und anderen Geschichten.

Sonntage haben etwas Magisches. Etwas Besonderes. Wenn man möchte, sind sie voller Ruhe und Gelassenheit. Ohne Stress. Ohne Sorgen. Ohne dass, was den Alltag manchmal so unwirklich erscheinen lässt. Wir lassen uns treiben im Strom der Zeit und lassen die Uhr einfach Uhr sein. Sie schlägt doch und die Zeit fließt eh.

Irgendwann ist Mittag. Irgendwann Abend. Die Sonne lässt sich eh nicht blicken, an diesem Tag. Und insgeheim hofft man nur, dass es nicht regnet. Und in dem Augenblick, in dem man davon ausgeht, dass es keinen Regen geben wird, geht man raus. An die frische Luft. Mit dem Hund. Abseits des Dorfes, entlang der Wiesen und Felder. Meistens dann, wenn der Himmel mit dichten Wolken verhangen ist, lernt man hier, was Einsamkeit bedeuten kann.

Eine gute Stunde. Vielleicht mehr. Die ersten Regentropfen fallen auf das kalte Pflaster des Bürgersteiges. Ich kann die Tür unseres Hauses bereits sehen. Alles geht gut. Alles ist gut. Und ganz tief in mir drin, bin ich sicher, dass alles gut werden wird. Aus dem Feuer wurde Glut. Glut, die leise und doch sichtbar vor sich hin glimmt. Ich lege nach und die Füße hoch. Ein gutes Buch. Eine heiße Tasse Tee. Zwei wunderbare Jungs die fragen, ob ich spielen komme und eine liebenswerte Frau, die immer für uns da ist. Das ist Familie. Das ist Sonntag.

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