Ende Oktober Der Winter kommt...

Kalter Wind. Leicht aus Nordost kommend. Ein Schwarm Wildgänse fliegt in die entgegengesetzte Richtung. Wahrscheinlich dem Sommer entgegen. Hinter den großen Windkraftanlagen, die mächtig ihre Flügel drehen, geht langsam die Sonne auf. Sie zeigt sich einen Augenblick, um im nächsten hinter den Wolken zu verschwinden. Es ist still. Einsam. Irgendwie gespenstisch verlassen, an diesem frühen Morgen. Ende Oktober. Und eines ist sicher: Der Winter kommt.

Ich mag den Herbst. Mit seinen wechselnden Launen. Mit seinen Stürmen. Und seinen bunten Farben. Ich mag die Sonne, wenn sie abends durch die Zweige bricht und die Melancholie an manchen Tagen, wie sich langsam, dunkel, über die Felder legt. Wenn es langsam kälter wird und man an dunklen Tagen die Lichter des Dorfes sehen kann. Es wird ruhiger. Stiller. Die Erntemaschinen verstummen langsam und in den Häusern und auf den Fensterbänken erleuchten wieder die Kerzen, die leise flüsternd, dass bevorstehende Weihnachtsfest verkünden.

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Der Bauernmarkt 2017 Impressionen - Ein Kurzfilm

Es ist Sonntag. Der dritte im Oktober. Die Bäume leuchten in den buntesten Farben. Vom Himmel strahlt die Sonne in ihrem schönsten Licht. Es ist warm, der Himmel blau und auf den Bürgersteigen unseres kleinen Dorfes laufen unzählige Füße in Richtung des Dorfgemeinschaftshauses. Bauernmarkt. In Altenoythe. Und dieser lockt in jedem Jahr über 10.000 Besucher ins Dorf. Auch an diesem Wochenende.

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Abenddämmerung Wenn der Tag sich dem Ende neigt...

Der Geruch der Senffelder liegt in der Luft. In der Ferne hört man das Summen der Erntemaschinen. Es ist Herbst. Und während ich darüber nachdenke, fliegen über mir Wildgänse in Richtung Süden. Mein Opa sagte immer, dass sie die ersten Anzeichen des kommenden Winters sind und das, wenn man sie am Himmel sieht, der Schnee nicht lange auf sich warten lässt. Heute denke ich, dass diese Gleichung nicht mehr stimmt.

Wie jeden Abend spaziere ich mit meinem Hund Andor über den hohen Esch. Nicht weit vom Heiligen Häuschen, dessen alte Gemäuer uralte Geschichten erzählen könnten, lasse ich ihn laufen. Er rennt voraus. Dreht sich um. Und kehrt zu mir zurück. Dann rennt er wieder los. Er tobt sich aus. Plötzlich bleibt er stehen. Sein Blick, auf einen Punkt fokussiert. Seine Nase arbeitet. Jeder Muskel seines Körpers ist angespannt. Er verharrt, ohne einen Laut zu geben und hebt dabei einen Vorderlauf an. Ich habe es ihm nicht beigebracht. Er macht es einfach so. Ich stehe neben ihm, beobachte ihn und es scheint mir fast, als würde die Zeit stillstehen.

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Ein freies Wochenende Und jede Menge Bilder

Wir sind umgeben von Wundern. Von großen und von kleinen Wundern. Von Wundern, die wir oft als Selbstverständlichkeiten sehen. Die wir einfach nicht wahrnehmen. Weil uns vielleicht die Zeit fehlt. Oder das Auge. Vielleicht aber fehlt uns auch die Phantasie, die uns irgendwann verloren gegangen ist. Doch manchmal, wenn die Zeit da ist, wir unsere Augen öffnen und die Phantasie wiederentdecken, die wir im Rausch der Eile verloren haben, können wir sie sehen. Die kleinen und großen Wunder unserer Welt.

Manchmal ist es das Lachen der Kinder. Manchmal der Glanz in den Augen unseres Partners. Vielleicht ist es der Geschmack, des heißen Cappuccinos. Oder der Geruch des trockenen Holzes, was langsam im Kamin vor sich hin glimmt. Vielleicht sind es die Vögel, die am Himmel ihre Bahnen ziehen oder die Regentropfen auf den Grashalmen am Wegesrand, in denen sich manchmal die ganze Welt spiegelt. Manchmal sind die großen Wunder einfach Kleinigkeiten.

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Herbstgedanken Herbst. Ein Wort in bunten Farben.

Die Luft trägt den Beigeschmack von Klarheit. Nicht mehr lange und die Welt taucht sich selbst in zartes Gold, während die ersten Herbststürme über längst vergessene Felder brechen. Im alten Schuppen liegt das trockene Holz gestapelt und zwischen den Scheiten haben es sich Mäuse gemütlich gemacht. Über den Sommer, während des Regens. Doch sobald das erste Feuer im alten Kamin lodert, müssen sie sich erneut auf ihre Reise machen. An einen anderen Ort, zu einer anderen Geschichte. Der Herbst ist da und mit ihm die Ruhe, die das Ende immer mit sich bringt…

Der Kalender schweigt immer öfter. Seltener erzählt er von großen Feiern und bunten Lichtern, seltener vom Takt der Musik und vom Schall der Schritte, der über Tanzböden fegt und in den Ohren der Menschen meist unbemerkt verschwindet. Er schweigt und lässt Platz für Träume und Geschichten, für Märchen und Abenteuer. Eine Idee von Kerzenlicht und Spaziergängen über zugefrorene Äcker. Langsam wirft der Regen seine Tropfen an die Scheibe und der Wind spielt im Laub der Bäume. Sein Spiel und sein Rauschen wirft mich aus meinen Gedanken und bringt mich zurück an diesen Ort. Ich drehe die Heizung auf. Zum ersten Mal in diesem Herbst.

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