Es war im Sommer. Ende Juni. Die Sonne brannte und in dem Festzelt war es ziemlich stickig. Jemand hatte die Seitenwände geöffnet, in der Hoffnung, dass durchziehende Luft etwas Erfrischung bringt. Überall waren Menschen. Viele unterhielten sich. Die meisten von ihnen waren gut gelaunt. Ich hingegen war gespannt. Während ich auf einem der klappbaren Holzstühle saß, hörte ich dem älteren Herrn, der auf der Bühne stand und Namen vorlas aufmerksam zu. Ich wartete darauf, dass er meinen Namen aussprach und ich an der Reihe war, meinen Preis abzuholen.

Im Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, wurde Schützenfest gefeiert. Die Kinder aus dem Ort waren Wochen zuvor aufgerufen worden, an einem Wettbewerb teilzunehmen. In diesem ging es darum, die Königswürde auszuschießen. Mit dem Luftgewehr auf eine kleine Zielscheibe aus Papier. Natürlich hatte ich mein Glück versucht. Zur Königswürde reichte es allerdings nicht.

Jedes Kind sollte einen Preis bekommen. Die Reihenfolge der aufgerufenen Kinder war gleichzeitig der Platz, den sie belegt hatten. Zuerst wurde der Kinderschützenkönig erwähnt, dann der Vizekönig. Im Anschluss daran kam das drittplatzierte Kind. So ging es bis zum Ende. Zum Ende, an dem mein Name fiel.

Diese Kamera sorgte dafür, dass es mich schon als Kind fasziniert hat, vergängliche, oftmals flüchtige Momente einfangen zu können. Meine Großmutter schenkte mir damals einen Farbfilm. So zog ich mit meiner Kamera über die Felder hinter unserem Hof und knipste wild drauf los. Ich legte meinen Fokus immer auf die Dinge, die mir besonders gut gefielen und mit den Jahren entwickelte ich einen Blick für die schönen Dinge im Leben. Jene Dinge, die oft unscheinbar und klein erscheinen, aber aus dem richtigen Blickwinkel betrachtet nicht selten ein Wunder darstellen.

Nachdem ich gute sechs Jahre als Marketingverantwortlicher in einem renommierten Kreditinstitut der Raiffeisen- und Volksbankengruppe gearbeitet hatte, wagte ich im Jahr 2014 den Sprung in die Selbstständigkeit. Seitdem ziehe ich mit meiner Kamera im Gepäck umher und fotografiere für Unternehmen, Agenturen, Freiberufler und Privatleute. Ich bin froh diesem Schritt gewagt zu haben, denn durch diesen darf ich immer wieder spannende Projekte begleiten, besondere Einblicke erhalten und Orte besuchen, die ich unter anderen Umständen vielleicht nie gesehen hätte.

Meinen Schwerpunkt lege ich auf Lifestyle-, People- und Outdoorfotografie. Wichtig ist es mir, einen zeitgemäßen Stil zu haben und das natürliche einzufangen. Ich möchte Fotos schießen, die mehr sind als nur Bilder. Ich möchte Fotos machen, die Geschichten erzählen, Fotos, die ehrlich sind.

Ich schreibe, fotografiere und filme gerne.

Mittlerweile beschäftige ich mich neben der Fotografie aktiv mit Social-Media. Ich drehe Videos, schreibe Texte und interessiere mich für das visuelle Storytelling. Wenn ich mit Unternehmen zusammenarbeite, bringe ich meine Ideen ein und unterstütze diese bei der Umsetzung neuer Kampagnen.

Am Anfang beginnt alles mit einer Idee. Aus dieser heraus entwickle ich ein Kreativ-Konzept, erarbeite Social-Media-Kampagnen und fülle diese mit zeitgemäßem Content. Wichtig ist hierbei, dass jede Kampagne eine Geschichte erzählt, die am Ende eine Verbindung zwischen Unternehmen und Kunden aufbauen kann.

Privat liebe ich das einfache Leben. Einen leichten Umgang. Ich bin oft draußen und schätze die Ruhe, die ich auf den Feldern, Wiesen und in den Wäldern finden kann. Wildtiere zu fotografieren ist eine meiner großen Leidenschaften. Draußen, in der Natur, finde ich die Ruhe und den Frieden, der mir dabei hilft, meine Kreativität in Gang zu bringen. Und so ist jeder Spaziergang, den ich mit meiner Kamera unternehme, immer ein Prozess, der meinen beruflichen Tätigkeiten dient.