Kalte Hände im Winter

Es war ein Tag im Winter, an dem meine Handschuhe am wärmenden Kaminfeuer lagen, während ich draußen, am Fluss, unterwegs war. Der Wind kam von Osten und hatte Kälte im Gepäck. Es war ein Tag, an dem ich meine Handschuhe schmerzlich vermisst habe. Doch nun regnet es und der Winter sagt auf Wiedersehen. Tschüss Winter. Es war schön mit Dir. 

So sehr hatte ich mich über die kalten Tage gefreut. Den Schnee. Den Frost. Die klare Luft und den strahlend blauen Himmel. So oft es mir möglich war, lief ich draußen umher. Meist dick eingepackt, mit dicker Jacke, Schal und Mütze. Zugegeben. Die Handschuhe hatte ich hin und wieder vergessen. Aber das machte nichts. Denn die Freude, über die Winterlandschaft überwog das Gefühl der schmerzenden Finger. Und zum Glück hatte ich ja tiefe Taschen und einen warmen Atem.   

Was ich manchmal nicht bedachte habe, war der Umstand, wie schnell sich Akkus bei niedrigen Temperaturen entladen können. Doch zum Glück war mein bester Freund in diesen Tagen meine Ladestation und zusätzliche Energiereserven waren, auf meinen kleinen Winterwanderungen, ausreichend vorhanden. Und wenn sie sich dann doch dem Ende neigten, hatte ich schon einiges im Kasten. Zugegeben. Ein paar Motive, die ich mir erhofft hatte, blieben mir letzten Endes doch verwehrt. Aber da ich keine großen Erwartungen hatte, blieb die große Enttäuschung zum Glück aus.  

Winter in Altenoythe

Der Winter 2021 – eine Abwechslung

Für mich war der Winter eine Abwechslung. Etwas Besonderes in diesen seltsamen Tagen. Ich habe ihn angenommen und aufgesogen. In den ersten Tagen, in denen der Wind besonders kalt wehte und den Schnee im Gepäck hatte, war ich besonders gerne draußen. Obwohl es furchtbar ungemütlich, kalt und nicht einmal wirklich hell war. Trotzdem zog ich mir den Schal höher ins Gesicht und die Mütze tiefer.

An diesen Tagen habe ich nur wenige Aufnahmen gemacht. Einfach, weil mir wirklich zu kalt war. Und dass, obwohl die Temperaturen gerade mal einstellig unter 0 waren. Der Wind sorgte, mit seiner Kraft, für ein anderes Gefühl. Mit jeder Böe, die mir tiefe Furchen ins das versteckte Gesicht zog, spürte ich, dass ich am Leben bin. Außerdem sorgte er dafür, dass einige Straßen knietief mit Schnee bedeckt und somit unbefahrbar waren. Ja, dieser Winter war eine Abwechslung. Eine, der guten Sorte. 

Wie gesagt, heute regnet es. Der Schnee verschwindet und was bleibt, ist ein nasskaltes, ungemütliches Wetter. Aber das macht nichts. Dieses Wetter bereitet dem Frühling den Weg und mit ihm kommen neue, schöne Tage, die wiederum anders sind und weitere Motive im Gepäck haben. Und während es regnet, sortiere ich einfach weiter meine Winterfotos. Einige sind schon verkauft. Einige werden den Weg in meinen Onlineshop finden. Und einige zeige ich Euch jetzt.